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Vorwort 

Als Steinzeit bezeichnet man den Zeitabschnitt der Menschheitsgeschichte, von dem angenommen wird, dass die damaligen Menschen als Werkstoff vorrangig Stein verwendeten (neben Holz, Knochen und Horn). Sie begann vor 2,6 Millionen Jahren und endete, als die Menschen seit dem 7. Jahrtausend v. Chr. lernten, Metalle zu verwenden. Zu regional sehr unterschiedlichen Zeiten lösten Metalle allmählich Stein als vorrangigen Werkstoff ab. Wo die Entstehung der Menschen durch Werkzeuggebrauch definiert wird, wird die Steinzeit als die erste Epoche der Menschheit angesehen.

Die Steinzeit ist die älteste Stufe des von dem dänischen Altertumsforscher Christian Jürgensen Thomsen und anderen seit 1830 propagierten Dreiperiodensystems, welches die Ur- oder Vorgeschichte in die Steinzeit, die Bronzezeit und die Eisenzeit unterteilt. Die Steinzeit selbst wird wiederum unterteilt in das Paläolithikum (Altsteinzeit), das Mesolithikum (Mittelsteinzeit) und das Neolithikum (Jungsteinzeit).

Die Dreiteilung nach dem verwendeten Werkstoff ist weitgehend auf Europa und Teile Westasiens und Nordafrikas beschränkt. Für die Urgeschichte des subsaharischen Afrika gibt es eine eigene Terminologie (Early, Middle und Late Stone Age), die der europäischen Einteilung chronologisch und inhaltlich nur zum Teil entspricht, und in der Erforschung der amerikanischen Urgeschichte hat sich die Idee einer Periodisierung nach dem Kriterium des Werkstoffs überhaupt nicht niedergeschlagen.

Die Unterteilung des langen Zeitraums erfolgt zwangsläufig nur nach den Werkzeugfunden und den wenigen Knochenfunden. Das bedeutet auch, dass sich die Stufen nicht oder zumindest nicht zwangsläufig mit verschiedenen Entwicklungsstufen des Menschen parallelisieren lassen. Der Wechsel zwischen verschiedenen Entwicklungsstufen ging meist von einzelnen Gebieten aus, Überschneidungen mit vorherigen oder nachfolgenden zeitlichen Entwicklungen sind ebenfalls zu beachten.